Ein Biespiel: Der Ehemann hat 50.000 € Sparvermögen. Das Vermögen der Ehefrau ist aufgebraucht. Die Rente des Ehemannes beträgt 1.500,00 €. Das Betreungsgericht verlangt die Zuzahlung in voller Höhe zu Recht? 

Nein, ihm steht auch der angemessen eigene Unterhalt als Selbstbehalt zu. Dabei kann das Familiengericht eine Zwischenbetrag aus dem sogenannten angemessen (1.200,00 €) und dem notwendigen Selbstbehalt (1.080,00€ ) bemessen . In dem entschiedenen Fall wurden 1.200 € angesetzt. Diese können sich durch eigene Belange, wie durch Medikamente, Aushalts- oder Einkaufshilfe oder Besuche im Heim erhöhen.

Hat man so den Unterhalt errechnet, hat der Ehegatte damit seinen Verpflichtungen erfüllt. Ein eigenes Erspartes ist in der Regel nicht einzusetzen, weil es als Vorsorgevermögen den eigenen Krankheitsfall sichert.

Der Ehemann muss deshalb nur 300,00 € zahlen.